DWIH São Paulo lädt deutsche Spin-offs und Start-ups zum Wettbewerb Startups Connected ein

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Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo startet die Kategorie „Nachhaltiges Brasilien“, die sich an Start-ups und Spin-offs richtet, die an einer deutschen Hochschule, Forschungs- oder Innovationseinrichtung gegründet wurden, die an innovativen Lösungen im Zusammenhang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDOs) arbeiten und daran interessiert sind, auf dem brasilianischen Markt tätig zu werden. Anmeldungen können unter diesem Link bis zum 9. August vorgenommen werden.

Die Herausforderung ist Teil der fünften Ausgabe von Startups Connected, die von der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in São Paulo gefördert und 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, die Interaktion zwischen Start-ups und konsolidierten Unternehmen aus Brasilien und Deutschland zu fördern. Die Kategorie des DWIH ist die einzige, die ein Start-up aus Deutschland auszeichnet.

Um sich an der Auswahl zu beteiligen, müssen deutsche Unternehmensgründungen in der so genannten Frühphase sein und Lösungen für ein oder mehrere UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDS) entwickeln, mit Priorität für die folgenden Bereiche: Kein Hunger und nachhaltige Landwirtschaft (SDS 2); hochwertige Bildung (SDS 4); bezahlbare und saubere Energie (SDS 7); Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDS 9); nachhaltige Städte und Gemeinden (SDS 11); nachhaltige/r Konsum und Produktion (SDS 12) und Maßnahmen zum Klimaschutz (SDS 13). Durch ein Beschleunigungsprogramm und eine Reise nach Brasilien wird das Unternehmen für die Tätigkeit im Land vorbereitet und unterstützt werden, um Kontakte zu potenziellen Kunden, Lieferanten und Investoren sowie zur Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit herzustellen.

Auszeichnungen

Das Gewinner-Start-up wird an einem AHK-Beschleunigungsprogramm teilnehmen, der in Zusammenarbeit mit dem DWIH São Paulo angeboten wird und drei bis sechs Monate dauert. Die Treffen und Debatten werden sowohl in der virtuellen als auch in persönlicher Umgebung stattfinden. Das ausgewählte Start-up kann auch an Treffen mit Unternehmern, Führungskräften, Investoren, Forschern, potenziellen Partnern und Kunden teilnehmen.

Darüber hinaus wird das siegreiche Startup auch ein Mitglied seines Teams auswählen, das nach Brasilien reist, um sich mit dem Innovations- und Geschäftsumfeld des Landes zu vertraut zu machen. Reisekosten werden durch das Programm Startups Connected abgedeckt. Für den Fall, dass die Covid-19-Pandemie in Brasilien länger andauert, kann dieser Zeitplan online erfüllt oder die Reise auf einen geeigneteren Zeitpunkt verschoben werden.

Gewinner der Startups Connected 2019

Das deutsche Startup Re:edu, ein Spin-off des Instituts für Geoinformatik an der Universität Münster (WWU), hat im vergangenen Jahr in der DWIH-Kategorie gewonnen. Bis 2019 hieß die vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus geförderte Kategorie „Deutschland“.

Re:edu wurde im März 2018 gegründet und zeichnete sich in der Kategorie für die Entwicklung von Lösungen und Schulungen zu Themen wie digitale Bildung, Bürgerwissenschaft, Open Source/Open Data und Umweltüberwachung aus. Ihr Hauptprodukt, die SenseBox, basiert auf Forschungsergebnissen aus einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt.