DWIH-Jahresthema 2020: Städte und Klima

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Die Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) beschäftigen sich 2020 intensiv mit ihrem Jahresthema „Städte und Klima“. In fünf Weltstädten bieten sie dafür außergewöhnliche Plattformen.

Den Metropolen der Welt kommt angesichts des Klimawandels und der Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung entscheidende Bedeutung zu. In ihnen kristallisieren sich Risiken und Chancen des Wachstums: Ressourcenverbrauch steht innovativen Technologien gegenüber, wirtschaftlicher Druck enormen ökonomischen Leistungen. Auch ihr intellektuelles und kreatives Potenzial macht Städte zu entscheidenden Akteuren im Kampf gegen den Klimawandel.

Jahresthema des weltweiten DWIH-Netzwerks

Für das Jahr 2020 hat das Kuratorium des DWIH-Netzwerks „Städte und Klima“ als übergreifendes Jahresthema für die fünf DWIH in New York, São Paulo, Moskau, Neu-Delhi und Tokyo ausgewählt. Jedes DWIH richtet gemeinsam mit seinen Unterstützern Veranstaltungen zu diesem Thema aus und schafft auch durch sein entsprechendes Informations- und Dialogangebot Anknüpfungspunkte.

Städte und Klima als Jahresthema des DWIH-Netzwerks

Weiterführende Informationen zur Wahl des DWIH-Jahresthemas 2020 finden Sie auf der Website des DWIH-Netzwerks.

Metropolen mit Verantwortung

Brasiliens größte Städte – São Paulo mit 12,1 Millionen Einwohnern und Rio de Janeiro mit 6,7 Millionen Einwohnern – liegen am atlantischen Küstenwald, der „Mata Atlântica“. Das zeigt besonders eindringlich, wie Klimaschutz und städtische Entwicklung voneinander abhängen: Die „Mata Atlântica“ dient als Speicher für Treibhausgase und hat somit auch große Bedeutung für das Weltklima.

Deutsch-brasilianischer Klimaschutz

Der Klimaschutz in Städten steht im Mittelpunkt des 2017 gestarteten deutsch-brasilianischen „KLIMAPOLIS“-Projekts zur Erforschung des Klimawandels in brasilianischen Metropolregionen. Urbanisierung, Klimawandel und Luftverschmutzung werden in dem fünfjährigen Forschungsprojekt gleichermaßen betrachtet. Darüber hinaus gibt es eine Fülle deutsch-brasilianischer Kooperationen zum Klimaschutz. So hat etwa eine Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (Fraunhofer IGB) und der Staatlichen Gesellschaft für sanitäre Grundversorgung in São Paulo (Sabesp) die Nutzung von Biomethan als Kraftstoff für Fahrzeuge gestärkt.

Schon lange etabliert ist die vom DAAD geförderte strategische Partnerschaft der Universitäten São Paulo und Münster , die intensiv zum Thema „Städte und Klima“ forscht und unter anderem Fragen der nachhaltigen Mobilität und des Katastrophenschutzes behandelt. Mit dem brasilianischen DWIH sind beide Hochschulen gut vernetzt, die Universität São Paulo als Netzwerkpartner und die Universität Münster als Unterstützer.