Wettbewerb für deutsche Startups mit Blick auf den brasilianischen Markt

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Startups aus Deutschland bietet sich aufgrund einer Initiative der AHK São Paulo und des DWIH São Paulo eine große Gelegenheit, sich mit dem brasilianischen Innovationsökosystem zu verbinden sowie potenzielle Kunden zu gewinnen. Der Sieger in der Kategorie „Deutschland” des Startups-Connected-Preises gewinnt eine Reise nach Brasilien und kann die Programmstruktur von Startups Connected für seine ersten Schritte in diesem Land nutzen. Anmeldungen werden bis zum 9. August entgegengenommen.

Mit der Auszeichnung beim Programm Startups Connected ebnen das deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo (DWIH São Paulo) und die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK São Paulo) den Weg für deutsche Startups, die in Brasilien tätig sein wollen. Die Version 2019 des Programms beginnt erneut mit einem Wettbewerb in neun Kategorien für brasilianische Startups und einer speziell für deutsche Startups, die sich für den brasilianischen Markt interessieren. Bewerbungsschluss ist der 9. August.

Dem Sieger in der Kategorie „Deutschland” bietet das DWIH São Paulo eine Reise nach Brasilien zur Preisverleihung und zur Teilnahme am 7. Deutsch-Brasilianischen Innovationskongress, der am 2. und 3. Oktober 2019 veranstaltet wird. Über eine Woche hinweg kann der Vertreter des siegreichen Startups das brasilianische Innovationsökosystem kennenlernen und sich dabei mit Forschern und potenziellen Kunden, Lieferanten, Investoren und Partnern treffen. Reiseroute und Kontakte werden gemeinsam mit dem siegreichen Startup festgelegt und sind nicht auf São Paulo beschränkt.

Die AHK São Paulo stellt die Einrichtungen ihres Startups Connected Hub in einem Unternehmerzentrum als Basis für Aktionen in Brasilien bereit. Der Preis bietet dem Gewinner Visibilität, Vernetzung, Verbindung zum brasilianischen Markt und Unterstützung bei der Internationalisierung.

Deutsche Kandidaten können aus allen Bereichen stammen, sofern sie Lösungen mit großem Potenzial für den brasilianischen Markt anbieten. Wer allerdings Lösungen in einem der Bereiche der neun anderen Kategorien des Wettbewerbs anbietet, kann den Beginn seiner Aktivitäten im Land erleichtern. Die anderen Kategorien der vierten Ausgabe von Startups Connected basieren auf Herausforderungen für innovative Lösungen, die von den Sponsoren des Programms – fast alle großen deutschen Unternehmen – gestellt wurden. Neben der vom DWIH São Paulo geförderten Kategorie „Deutschland” umfasst das Programm folgende Kategorien:

  • Circular Economy – BASF
  • Data Farming – Bayer
  • Energy Efficiency for Industry – GIZ
  • Industrial Processes Digitalization – Siemens
  • Pacient Journey – Deutsches Krankenhaus Oswaldo Cruz
  • Productive Chain 4.0 – Volkswagen
  • Pulp and Paper Innovation – Voith
  • Sustainable Urban Mobility – BMU
  • TravelTech – Lufthansa

Erfolgsbeispiele für die Kategorie „Deutschland” des Programms Startups Connected

2018 gewann das deutsche Startup SoilSpy in der Kategorie „Deutschland”. Es zeichnete sich durch eine nanoelektronische Sensorvorrichtung aus, die den Boden analysiert und Landwirten dabei helfen kann, die richtige Düngermenge zu verwenden. Eine Woche lang hatte der Inder Vijay Deep Bhatt (Post-Graduation an der Technischen Universität München [TUM], wo er und seine beiden Partner die Lösung entwickelten) die Möglichkeit, mit Unterstützung des DWIH São Paulo verschiedene technische Besuche in Brasilien durchzuführen. Er besuchte unter anderem Embrapa Solos und Embrapa Instrumentação Agropecuária, die Startups Fazenda Urbana und Mvisio sowie die Unternehmen BASF und Bayer.

2017 ging die Auszeichnung in dieser Kategorie ebenfalls an einen Vertreter aus dem Bereich der digitalen Landwirtschaft – an das deutsche Startup Greenspin aus Würzburg. Greenspin bietet Lösungen für die digitale Landwirtschaft mit Schwerpunkt auf Digitalisierung, Quantifizierung und Überwachung verschiedener Bereiche, um die Produktivität zu verbessern und Katastrophen vorzubeugen. Der Geschäftsführer des Startups, Clemens Delatrée, kam ebenfalls nach Brasilien und besuchte Forschungseinrichtungen (Embrapa Instrumentação Agropecuária, Esalq-USP, UFRGS), einen landwirtschaftlichen Produzenten in Bahia und verschiedene Unternehmen.

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