Die Universität Tübingen und die Universität von São Paulo (USP) verstärken den Dialog zugunsten neuer Partnerschaften

© Universität Tübingen

Während ihrem Besuch an der Universität Tübingen, der Einladung des Brasilien- und Lateinamerika-Zentrums folgend, bekundigten der Stellvertretende Prorektor für Graduate Studies der USP und Stellvertretende des Rektorats großes Interesse, die Zusammenarbeit durch neue Programme weiterhin zu stärken und zu intensivieren, und dadurch neue Möglichkeiten und Forschungen zu eröffnen.

Infolgedessen war die Verantwortliche der Forschungskooperation des Baden-Württembergischen Brasilien- und Lateinamerika-Zentrums, an der USP zu Gast, um auch so noch einmal den Dialog über neue Perspektiven zu vertiefen.

Am 7. und 8. Juli 2022 empfing das Baden-Württembergische Brasilien- und Latein-amerika-Zentrum der Universität Tübingen den stellvertretenden Prorektor für Graduate Studies der Universität von São Paulo (USP), Niels Olsen Saraiva Câmara. Das Programm des Treffens umfasste unter anderem die Besichtigung der Universität und Besprechungen mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden der Abteilung Forschung und Innovation der Universität Tübingen, Peter Grathwohl, sowie weiteren Vertretern der Rektorate für Exzellenz. Sie setzten sich insbesondere mit der Anregung und Unterstützung von Studierenden-Mobilitäten, aber auch der Mobilität von Dozenten, auseinander. Ferner beabsichtigten die Gespräche auch eine Intensivierung des Dialogs über akademische Übereinkommen, mit dem Ziel, die Promotionszusammenarbeit durch mögliche Doppelabschlüsse zu fördern.

Die beiden Universitäten blicken auf eine fast 30jährige Partnerschaft zurück (seit 1985) und Deutschland ist, so Câmara, gerade aufgrund der langjährigen Tradition und den über 40 Übereinkommen, ein strategisch wichtiges Land für die USP. Deutschland ist im Ranking der internationalen Kooperationen der USP auf Platz 2. “Unser Vorschlag ist es, immer mehr mit Exzellenzuniversitäten, wie mit der Universität Tübingen, zusammenzuarbeiten. Die Universität Tübingen wird immer in unsere Planungen miteinbezogen und unser nächster Schritt ist es nun, unsere Partnerschaft durch einen Vertrag zu einem internationalen Doppelabschluss auszubauen”, erklärt er.

Für die Leiterin und Koordinatorin des Brasilien- und Lateinamerika-Zentrums, Martina Schulze, entspricht dieser Austausch von Ideen und Möglichkeiten zwischen den beiden Institutionen exakt den Zielen und dem Kern des Zentrums: “Dies ist nicht der erste Besuch von Prof. Niels an unserer Universität. Wir konnten in diesen beiden Tagen den Dialog intensivieren, der zu einer Aktualisierung der bestehenden Vereinbarung führen wird und neue Formate und Möglichkeiten hervorbringt”, so Schulze.

Um diese Zusammenarbeit auf eine kontinuierliche und ununterbrochene Weise fortzuführen, schlägt Câmara konkret die Einrichtung virtueller Büros zur Internationalisierung vor. Ein Alumni-Mitarbeiter soll angestellt werden, der in Tübingen war, und als ‘Informationsbrücke’ seine Expertise weitergeben kann. Der Informations-Austausch würde den Ablauf erleichtern. “Virtuelle Büros wären eine ideale Hilfe für eine erfolgreiche Mobilität, nicht nur der Studierenden, sondern auch der DozentInnen. Das Wichtigste ist, dass die beiden Universitäten sie als strategisch betrachten und im Gespräch bleiben wollen”, fügt Câmara hinzu.

Um den Besuch zu erwidern und den Dialog zu stärken, war die Leiterin der Forschungskooperation mit Brasilien des Baden-Württembergischen Brasilien- und Lateinamerika-Zentrums, Márcia Goettert, am 18. Juli 2022 an der USP zu Gesprächen mit Niels Olsen Saraiva Câmara sowie mit dem stellvertretenden Prorektor für Graduate Studies, Márcio de Castro Silva Filho, und dem Präsidenten der AUCANI (Organisation der USP für nationale und internationale akademische Zusammenarbeit; Agência USP de Cooperção Acadêmica Nacional e Internacional), Sérgio Proença. “Genau wie in Deutschland waren die Gespräche sehr produktiv und knüpften an den am Anfang des Monats in Tübingen begonnenen Dialog an. Wir haben uns viele gemeinsame Bereiche der Zusammenarbeit überlegt, in welchen wir die Partnerschaft intensiveieren wollen, um neue Handlungsperspektiven zwischen den Universitäten zu eröffnen”, erklärte Goettert.