Gründe für eine Internationalisierung ihres Startups

Die Online-Veranstaltung „Go Global with your Start-ups“ des DWIH- Netzwerks zeigt auf, wie Unternehmer*innen in den globalen Markt expandieren können.

Das DWIH-Netzwerk präsentiert am 28. Oktober von 13 bis 14 Uhr die Online-Veranstaltung „Go Global with your Start-ups“. Organisiert vom DWIH Neu-Delhi, gemeinsam mit den DWIH-Institutionen in São Paulo, New York, Tokio und Moskau, bringt das Event Vertreter aus allen DWIHs zusammen, um darüber zu diskutieren, wer die internationalen Akteure sind, wo Möglichkeiten für neue Netzwerke und Partner liegen und welche Unterstützungsmechanismen es für Unternehmer bei der Internationalisierung gibt.

Zu einem natürlichen Wachstumsverlauf gehört für viele Startups die Expansion auf internationale Märkte. Laut einer Umfrage der VentureBeat-Webseite dehnen Startups aus weniger bevölkerungsreichen Ländern ihre Aktivitäten relativ schnell auf die ganze Welt aus – in etwa 1,4 Jahren –, doppelt so schnell wie Startups aus Ländern mit mehr als 50 Millionen Einwohnern, wie zum Beispiel in Brasilien. In diesen Ländern erreichen Startups in der Regel nach etwa 2,8 Jahren ihrer Tätigkeit auf dem nationalen Markt ein internationales Publikum.

Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) internationalisieren mehr als 50% aller Startups ihre Aktivitäten im ersten Jahr ihrer Existenz, während in der Europäischen Union (EU) mehr als 86% erst nach den ersten drei Jahren globale Wege einschlagen. Diejenigen, die auf diesen Märkten etwas riskieren, werden derselben Umfrage zufolge für diesen Schritt belohnt: globale Startups verzeichnen in den ersten drei Betriebsjahren eine jährliche Wachstumsrate von 20%.

Die Internationalisierung von Unternehmen stellt jedoch eine Herausforderung für alle Volkswirtschaften dar. Es gibt bestimmte Risiken, Strategien und Daten, die untersucht werden müssen. Dazu gehören unter anderem Kenntnisse über andere Verbrauchermärkte, Einnahmen zur Konsolidierung der Internationalisierung, Logistik- und Steuerplanung sowie Grundkenntnisse über Steuer- und Handelsgesetze in den Märkten, in denen das Startup tätig sein möchte.

Präferenz auf internationalen Märkten

Laut der Umfrage Startup Heatmap Europe Report 2021 sehen etwa 37% der Startups ihren wichtigsten Zielmarkt in Europa, wobei die Befragten mindestens eines der europäischen Länder als bevorzugtes Ziel wählen. Die wichtigsten Zielmärkte im Europa sind Großbritannien (15%), Deutschland (13%) und die nordischen Länder (9%).

Weitere 30% der Startups betrachten die USA als ihren wichtigsten Zielmarkt, während 10% Asien priorisieren.

Startup-Markt in Brasilien

Weit über seinen Ruf als Land der Rohstoffe hinaus gilt Brasilien auch als Brutstätte für Startups. Im Zeitraum von 2011 bis 2020 stieg in Brasilien nach Angaben des brasilianischen Startup-Verbandes die Anzahl der Startups von 600 auf 12.700, was einem Wachstum von 2.016% entspricht.

Und einige dieser Startups gelten bereits als Einhorn, das heißt, sie haben einem Marktwert von über einer Milliarde Dollar. Im Jahr 2019 gab es in Brasilien elf Einhörner, im Jahr 2020 stieg diese Zahl auf 30 – ein Anstieg von 172% in nur einem Jahr.

Trotz Pandemie und Wirtschaftskrise hat sich das brasilianische Innovationsökosystem gut geschlagen. Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens KPMG haben brasilianische Startups im Jahr 2020 mehr als 3 Milliarden Dollar an Risikokapitalinvestitionen erhalten.

Diese und weitere Zahlen aus dem brasilianischen Startup-Markt werden bei der Veranstaltung „Go Global with your Start-ups“ von Sören Artur Metz, Vorstandsvorsitzender des DWIH São Paulo und Leiter des Büros der Technischen Universität München (TUM) vorgestellt. Darüber hinaus stellen Vertreter der DWIHs in Neu-Delhi, New York, Tokio und Moskau die Startup-Ökosysteme ihrer jeweiligen Ländern vor.

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