Delegationsbesuch in Porto Alegre: DWIH São Paulo vertieft Zusammenarbeit mit Universitäten in Rio Grande do Sul
© DWIH São Paulo
Die in der ersten Märzwoche vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo in Porto Alegre durchgeführte Delegationsreise hat die Verbindungen zu zwei der wichtigsten lokalen Universitäten vertieft, Wege für neue Partnerschaften aufgezeigt und der Delegation aus 12 Unterstützern ein regionales Innovationsökosystem von hoher Qualität präsentiert. Darüber hinaus fand die erste Ausgabe des Workshops „Postdoc in Germany“ in der Stadt statt, die einen Anmeldungsrekord verzeichnete.
Auf der Agenda standen Besuche an der Päpstlichen Katholischen Universität von Rio Grande do Sul (PUCRS) und der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul (UFRGS). Die vom DWIH São Paulo geleitete Delegation bestand aus Vertretern der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Brasilien, des Brasilienzentrums der Universität Münster, der Universitätsallianz Ruhr, des Baden-Württembergische Brasilien- und Lateinamerika-Zentrum der Universität Tübingen, der Technischen Universität München, der Freie Universität Berlin, der Universität Potsdam, der Universität Heidelberg, der Fraunhofer-Gesellschaft und des Ibero-Amerikanischen Instituts.
Das Programm an der PUCRS begann im Zentrum für Europa- und Deutschlandstudien (ZDES) – eine gemeinsame Initiative der Universität mit der UFRGS und dem DAAD – und umfasste Präsentationen für Koordinatoren von Postgraduiertenprogrammen, Prorektoren und andere akademische Führungskräfte über Forschungs- und Finanzierungsmöglichkeiten in Deutschland. Diese strategischen Ansprechpartner können die Reichweite der Partnerschaften vervielfachen. Deutschland ist bereits der wichtigste internationale Partner der PUCRS gemessen an der Zahl der aktiven Initiativen und Abkommen, eine Beziehung, die seit 2017 mit der Gründung des ZDES institutionell verankert ist.
Das Treffen wurde von Rektor Manuir Mentges eröffnet, der den Besuch als symbolischen Moment bezeichnete. „Die großen zeitgenössischen Herausforderungen wie die digitale Transformation, der Fortschritt der künstlichen Intelligenz, Nachhaltigkeit, globale Gesundheit und soziale Inklusion kennen keine nationalen Grenzen. Sie erfordern internationale Zusammenarbeit, eine Vielfalt an Perspektiven und solide Forschungsnetzwerke“, sagte er. Auch der Prorektor für Forschung und Postgraduiertenstudien, Draiton Gonzaga, und Anja Grecko Lorenz, Programmleiterin des DWIH São Paulo nahmen an der Eröffnung teil.
Der Besuch wurde im Tecnopuc fortgesetzt, dem Technologiepark der PUCRS, der mehr als 6.000 Personen in über 100 Unternehmen unterschiedlicher Größe vereint – von Start-ups und Spin-offs bis hin zu konsolidierten Unternehmen, die alle Phasen des Innovationszyklus abdecken. Neben lokalen Forschenden zieht der Park die Aufmerksamkeit von Risikokapitalfonds und anderen Investoren auf sich. Die Delegation lernte zudem das Ideia (Zentrum für wissenschaftliche und technologische Unterstützung der PUCRS) kennen, das sowohl der akademischen Gemeinschaft als auch externen Partnern Dienstleistungen anbietet, mit Laboren, die Synergien zwischen dem Wissen der Universität und den Innovationsanforderungen des Marktes schaffen. Während der Covid-19-Pandemie entwickelten die Ideia-Labore beispielsweise eine kostengünstige Komponente, die in Beatmungsgeräten in Krankenhäusern in vier Bundesstaaten zum Einsatz kam.
Am letzten Tag der Agenda, dem 4. März, besuchte die Delegation die UFRGS, wo sie vom Vizerektor Pedro de Almeida Costa sowie einem Team von Prorektoren, Instituts- und Abteilungsdirektoren sowie Führungskräften des Campus und des Innovationsparks empfangen wurde. Das Treffen legte den Grundstein für künftige Entwicklungen in der Beziehung zwischen der Universität und dem Netzwerk der Unterstützer des DWIH São Paulo.
Anja Grecko Lorenz, Geschäftsführerin des DWIH São Paulo, hob das Interesse hervor, mit dem die deutsche Delegation von den Institutionen in Rio Grande do Sul empfangen wurde. „Die Stärke liegt meiner Meinung nach in diesem Austausch, den wir suchen, um neue Wege der Zusammenarbeit zu finden und den Dialog zu fördern“, erklärte sie.
Workshop Postdoc in Germany: Debüt im Süden mit Besucherrekord
Zwischen den beiden Besuchen führten das DWIH São Paulo und seine Unterstützer an der PUCRS ihren traditionellen Workshop über Postdoc-Möglichkeiten in Deutschland durch. Die Veranstaltung, die seit über zehn Jahren besteht, fand zum ersten Mal in Porto Alegre statt und brach mit 101 Teilnehmenden alle Rekorde.
Die beteiligten Institutionen präsentierten einen Überblick über die deutsche Forschungslandschaft sowie über Forschungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem berichteten zwei Forschende, die ihren Postdoc in Deutschland absolviert haben, von ihren Erfahrungen. Eine weitere Ausgabe des Workshops fand am 5. März in São Paulo statt.