Roadshow des DWIH São Paulo in Brasiliens Nordosten bestätigt enormes Kooperationspotenzial
© DWIH São Paulo
Die Roadshow des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) São Paulo durch den Nordosten Brasiliens hat bei der deutschen Delegation den Eindruck pulsierender Innovationsökosysteme, eines starken Interesses an Deutschland und einem enormen, ungenutzten Potenzial hinterlassen. Dies ist die Bilanz der Geschäftsführerin des DWIH São Paulo, Anja Grecko Lorenz, nach einer Woche mit Veranstaltungen und Besuchen bei führenden Laboren und Institutionen in Fortaleza und Recife vom 20. bis 24. Oktober.
„Die Delegation des DWIH war insgesamt sehr zufrieden mit den durchaus erwarteten Ergebnissen. Wir sehen zahlreiche Möglichkeiten, die Kooperation in Forschung und Innovation auszubauen und den wissenschaftlichen Austausch, insbesondere mit Blick auf Nachwuchswissenschaftler“ auszubauen, sagte sie.
Grecko Lorenz erklärte, das DWIH und die mitgereisten Kooperationspartner seien beeindruckt vom großen Interesse vor Ort gewesen. „Daher planen wir, auch im kommenden Jahr wieder gemeinsame Aktivitäten in der Region durchzuführen, um unsere Informations- und Unterstützungsangebote vor Ort zu verankern und die Sichtbarkeit des DWIH weiter zu stärken“, so Lorenz.
Zur deutschen Delegation gehörten Vertreter des DWIH São Paulo, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Brasilien, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Universitätsallianz Ruhr, der Freie Universität Berlin, des Brasilien-Zentrums der Universität Münster, der Technischen Universität München und der Ruhr-Universität Bochum.
Station Fortaleza
Das Programm in Fortaleza begann am 20. Oktober mit einem institutionellen Treffen zwischen regionalen Behörden und der deutschen Delegation, das darauf abzielte, die institutionelle Annäherung zu fördern und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. An diesem Treffen nahmen unter anderem Sandra Monteiro, Staatssekretärin für Wissenschaft, Innovation und Technologie des Bundesstaates Ceará, Diana Azevedo, Vizerektorin der Universidade Federal do Ceará (UFC) – wo die Veranstaltung stattfand –, mehrere Prorektorinnen sowie Raimundo Costa Filho, Präsident der Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen und technologischen Entwicklung von Ceará (Funcap), teil.
Am selben Tag begann auch das Regionale Alumni-Treffen des DAAD, das sich während der zweitägigen Veranstaltung auf strategische Themen wie Bioökonomie und Nachhaltigkeit konzentrierte.
Am folgenden Tag fand, ebenfalls an der UFC, die erste Ausgabe des Workshops „Postdoc in Germany“ im Nordosten statt. Rund 60 Nachwuchsforschende erhielten von Vertretern der deutschen Institutionen Informationen über Postdoc-Möglichkeiten, Finanzierung und akademische Karrieren in Deutschland. Die Begrüßung der Teilnehmenden übernahmen die deutsche Honorarkonsulin in Fortaleza, Marlene Pinheiro Gonçalves, die Leiterin des DWIH São Paulo und des DAAD Brasilien, Katharina Fourier, die Koordinatorin für die Förderung der deutschen Sprache des DAAD Brasilien, Reseda Streb, der Vize-Prorektor für Innovation und interinstitutionelle Beziehungen der UFC, Rodrigo Rego, und DWIH Programmleiterin Anja Grecko Lorenz.
Den Abschluss in der Hauptstadt von Ceará bildete am 22. Oktober ein Besuch des Energieforschungslabors LCE+, einem Hub für Innovation und Nachhaltigkeit der Staatlichen Universität von Ceará (UECE). Das Labor forscht an Lösungen für nachhaltige Energie wie grünem Wasserstoff, Biokraftstoffen und CO₂-Abscheidung, oft in Partnerschaft mit führenden Industrieunternehmen.
Station Recife
Die Roadshow wurde am 23. und 24. Oktober in Recife fortgesetzt. Auch hier fand ein „Postdoc in Germany“-Workshop mit rund 60 Teilnehmenden statt. Der deutsche Generalkonsul in Recife, Johannes Bloos, die Prorektorin für Grundständige Lehre der Bundesuniversität von Pernambuco (UFPE), Carol Leandro, und die Programmreferentin des DWIH São Paulo, Silke Bell, begrüßten die Interessierten.
Die Aktivitäten in Pernambuco endeten mit Besuchen bei zwei Innovationszentren. Zuerst besichtigte die Delegation das Informatikzentrum (CIn) der UFPE, eines der wichtigsten Rechenzentren Lateinamerikas, das mit großen Technologiekonzernen kooperiert. Anschließend besuchte die Gruppe den Technologiepark Porto Digital, der nach einem Modell der Zusammenarbeit von Regierung, Universitäten und Unternehmen funktioniert und über 475 Unternehmen beheimatet.