Postdoc in Germany-Workshop 2025 vernetzt Universitäten mit hoch qualifizierten Forschenden

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Mehr als 40 Teilnehmende versammelten sich am 15. März im Goethe-Institut São Paulo zu einem weiteren Workshop der Reihe „Postdoc in Germany“. Die diesjährige Veranstaltung war ausgebucht und diente der Vernetzung von Hochschulen und Fördereinrichtungen mit brasilianischen Forschenden.

Laut Christian Lazar, Leiter des Verbindungsbüros der Freien Universität Berlin, waren erneut hervorragend qualifizierte Teilnehmende vor Ort. „São Paulo ist wirklich herausragend, was das betrifft. Es war beeindruckend, die Entwicklung von Forschenden zu sehen, die bereits an vergangenen Workshops teilgenommen haben und jetzt am Ende ihrer Promotion stehen oder diese bereits abgeschlossen haben. Erfreulich ist auch zu beobachten, wie sich der Kontakt mit deutschen Institutionen in der Zwischenzeit intensiviert hat“, so seine Einschätzung.

Die Aussicht auf einen Postdoc-Aufenthalt in Deutschland zog Interessierte ausverschiedenen Regionen Brasiliens nach São Paulo an. So zum Beispiel Anderson Feitosa (31) aus Belém im Norden Brasiliens, der derzeit seine Promotion in Agrarwissenschaften an der Universität São Paulo beendet. „Als ich von dem Workshop erfuhr, habe ich beschlossen, mich anzumelden, um mehr über die Möglichkeiten zu erfahren. Deutschland war für mich schon immer eine Option und jetzt, wo ich mehr Zeit habe, um über die nächsten Schritte in Richtung Postdoc nachzudenken, kam diese Veranstaltung mit allen Informationen wie gerufen“, erzählte er.

Andreia Fressatti Cardoso (31) promoviert im Bereich der Rechte von Migranten ohne regulären Aufenthaltsstatus mit Schwerpunkt auf den Vereinigten Staaten und bekräftigt, dass Deutschland ein passendes Zielland für sie sein könnte. „In der Präsentation der Freien Universität Berlin wurde ich auf das dortige Zentrum für Nordamerikastudien aufmerksam, das für meine Forschung interessant sein könnte. Versucht man, all diese Informationen allein zusammenzutragen, weiß man oft nicht so recht, wo man anfangen soll und wie das alles funktioniert. Diese Veranstaltung bietet uns wie ein großer Kompass eine Orientierung“, resümiert sie.

Vitor de Oliveira (35) stimmt ihr zu: „Viele Informationen sind leichter zu verstehen, wenn es jemand erklärt, als wenn man alles nur auf Webseiten nachliest“, so der Doktorand im Bereich Astronomie. „Ich bin mit einem Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Kontakt und würde mich gern für ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung bewerben, um bei ihm zu arbeiten. Ich habe bereits eine Sandwich-Promotion in den USA absolviert und möchte nun gern woanders forschen – Europa gefällt mir besonders gut“, so seine Pläne.

Hauptorganisator des Postdoc in Germany-Workshops 2025 war das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo. Die Alexander von Humboldt- Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Euraxess-Netzwerk stellten Forschungsfördermöglichkeiten in Deutschland vor und sieben Unterstützer des DWIH São Paulo präsentierten ihre Postdoc-Programme: die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Berlin, die Humbolt-Universität zu Berlin, die Universität Münster, die Technische Universität München, die Universität Heidelberg und die Universität Potsdam.