In Deutschland studieren und forschen: das DWIH bietet Informationen und Tipps

© Felipe Mairowski/DWIH São Paulo

Am 1. Oktober, dem traditionellen Tag der offenen Tür, lud das DWIH São Paulo brasilianische Studenten und Forscher ein, die sich für Unterkunfts-, Kooperations- und Fördermöglichkeiten sowie für Stipendien in Deutschland interessieren. Der Anmeldungsrekord und das erneut überfüllte Haus sind ein Zeichen dafür, dass die Veranstaltung bereits zu einer Referenz für diejenigen geworden ist, die in Deutschland studieren oder forschen möchten.

Um Brasilianer, die in Deutschland studieren oder forschen möchten, bei ihren Bemühungen zu unterstützen, veranstaltete das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo (DWIH São Paulo) am 1. Oktober einen weiteren traditionellen Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung, Teil des Programms „Deutsche Wege”, eröffnete die vom Deutschen Generalkonsulat in São Paulo organisierte Aktionswoche zur Feier der deutschen Wiedervereinigung.

Dr. Michael Harms

In ihrer vierten Ausgabe verzeichnete die Veranstaltung mit mehr als 150 eingeschriebenen Interessenten und vielen weiteren auf der Warteliste einen neuen Rekord. Im erneut überfüllten Haus wurde es eng für die mehr als 70 Teilnehmer, darunter Studenten und Forscher. Am diesjährigen Tag der offenen Tür nahmen die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Margret Wintermantel sowie der DAAD-Kommunikationsleiter und DWIH-Netzwerkkoordinator Dr. Michael Harms teil, der bei seinem ersten Besuch in Brasilien von der Anzahl der Teilnehmer beeindruckt war. Dies zeige, so Harms, das Interesse an der Arbeit des DWIH und seiner Unterstützer. „Es handelt sich um eine einzigartige Gelegenheit, Informationen zu erhalten und die vielen sich bietenden Möglichkeiten in Deutschland kennenzulernen. Ich hoffe, wir können die Aufmerksamkeit und das Interesse bei jedem von Ihnen wecken, damit Sie über das deutsche System die beste Möglichkeit für einen erfolgreichen Studien- oder Forschungsaufenthalt finden können”, bekräftigte der Kommunikationsleiter.

Marcio Weichert, Koordinator des DWIH São Paulo, leitete die Veranstaltung und erläuterte die Rolle der Einrichtung bei der Förderung des Wissensaustauschs, der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und der Innovation. Das DWIH bietet Informationen und Beratung, fördert Marketing- und Networkingaktionen und dient als Plattform für die Initiativen deutscher Hochschulen und wissenschaftlicher Einrichtungen in Brasilien.

Der Konsul Axel Zeidler

Um die Teilnehmer für diesen Wissensaustausch zu ermutigen, berichtete Axel Zeidler, Deutscher Generalkonsul in Sao Paulo, über seine Erfahrungen als junger Mann, der in den Nordosten Brasiliens kam, um an einem innovativen Windenergieprojekt mitzuarbeiten. „Das war der Moment, in dem ich den Grundstein für meine bilaterale wissenschaftliche Zusammenarbeit gelegt habe. Jetzt sind Sie an der Reihe. Nutzen Sie diese Gelegenheit und holen Sie sich alle erforderlichen Kenntnisse und Informationen, damit auch Sie auf diesem Weg der deutsch-brasilianischen Möglichkeiten Ihren Grundstein legen können.”

Vertreter deutscher Institutionen und Hochschulen stellten in kurzen Präsentationen ihre Einrichtungen vor – die Stärken, das Angebot an Forschungskursen und -programmen, Stipendien und Fördermittel für brasilianische Studenten und Forscher. An diesem Teil der Veranstaltungen nahmen der DAAD, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Humboldt-Stiftung, das Brasilien-Zentrum Baden-Württemberg an der Universität Tübingen, das Bayrische Hochschulzentrum für Lateinamerika (BAYLAT), die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), vertreten von ihrem Präsidenten, Prof. Joachim Hornegger, die Freie Universität Berlin (FU Berlin), die Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung (g.a.s.t.), die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), die Technische Universität München (TUM) sowie die Universitäten Köln, Potsdam (UP) und Münster (WWU) teil.

In der anschließenden Frage-und-Antwort-Runde hatten die Besucher die Möglichkeit, Fragen direkt an die Vertreter der Institutionen zu stellen, womit dieser erste Teil der Veranstaltung abgerundet wurde. Nach der Kaffeepause lernten die Besucher die Räumlichkeiten des DWIH São Paulo kennen und konnten Einzelgespräche mit Vertretern von Hochschulen und Agenturen, darunter die Fraunhofer-Gesellschaft, führen. Die Besucher waren von den vorgestellten Fördermodalitäten, die zumeist eine umfassende Unterstützung für den ausländischen Studenten oder Forscher bieten, überrascht. Neben der Tatsache, dass deutsche Universitäten öffentlich und kostenlos sind, kann die Förderung auch weitere Leistungen wie Beihilfen für Flugkosten, Krankenversicherung ein monatliches Einkommen sowie eine Hilfsstruktur für Neuankömmlinge und Unterstützung für Familien umfassen. Einige Institutionen helfen auch dabei, den richtigen Studiengang, Mentor und Projektpartner zu finden und bieten andere Arten der Unterstützung an.

Für Camila Machado Baldavira, Master in Naturwissenschaften, die in Deutschland promovieren will, war die Veranstaltung ein Lichtblick für ihre Ziele. „Die Teilnahme am Tag der offenen Tür hat mir einen intensiveren und persönlicheren Kontakt zu den Institutionen ermöglicht. Die gewonnenen Informationen haben mein Wissen erweitert und helfen mir bei der Suche nach Möglichkeiten, mein Studium in Deutschland fortzuführen.” Der Elektronikingenieur Denis Divino Silva, hatte sich für die Veranstaltung angemeldet, weil er aufgrund des hohen deutschen Technologie- und Innovationsniveaus in diesem Land forschen möchte. „In diesem Moment, in dem ich auf der Suche nach Möglichkeiten bin, ist es sehr wichtig, die Wissenschafts- und Forschungslandschaft in Deutschland zu verstehen und mit den Vertretern der Institutionen persönlich sprechen zu können.”

von Ana Paula Katz Calegari

Weitere Möglichkeiten und Informationen über Stipendien in Deutschland

Der Tag der offenen Tür ist eine einzigartige Gelegenheit, sich über renommierte Institutionen des Landes, darunter einige Exzellenzuniversitäten, zu informieren und mit ihnen in Kontakt zu treten. Denken Sie daran, dass dies nur eine der vielen Möglichkeiten ist, die das DWIH São Paulo und seine Unterstützer Interessenten anbieten können, die in Deutschland studieren und forschen wollen.

Auf der Webseite des DWIH São Paulo können Sie unter dem Stichwort „Wissenschaftlicher Kalender“ die wichtigsten Veranstaltungen des DWIH und seiner Partner verfolgen. Aufrufe für Stipendien und andere Fördermittel können Sie unter dem Stichwort „Ausschreibung” abrufen. Diese Informationen werden auch in den sozialen Medien Facebook und LinkedIn täglich aktualisiert.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Newsletter DWIH São Paulo zu abonnieren, der Informationen und Möglichkeiten aus erster Hand bietet.

Darüber hinaus sind alle Hauptunterstützer des DWIH São Paulo in Brasilien (in São Paulo oder in Campinas) vertreten. In den jeweiligen Webseiten finden Sie die Kontakte.

Wenn Sie Interesse an einem Studium in Deutschland haben, aber noch nicht wissen, für welche Hochschule Sie sich entscheiden sollen, informieren Sie sich zunächst beim DAAD.